Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Saal ist barrierefrei
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 9,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 8,-- €
-Kinotag: Mittwoch 7,-- €
Keine Karten- nur Barzahlung
Wir zeigen heute,
Donnerstag, den 18.04.2024:


15:30 Bundesplatz-Kino:
Andrea laesst sich scheiden

18:00 Bundesplatz-Kino:
Morgen ist auch noch ein Tag

20:30 Bundesplatz-Kino:
Ein Gluecksfall

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Impressum

Eva-Lichtspiele
Ein Film von Anne Berrini

M-A-C-H-T

Das Spiel zweier Menschen in der Unausweichlichkeit eines Raumes
 
Nochmals am 1. Mai, Feiertag, um 12.30 Uhr

in Anwesenheit von Anne Berrini (Regie)


Deutschland 2023
Regie, Drehbuch, Schnitt, Produktion: Anne Berrini
Bildgestaltung: Guntram Franke
Tongestaltung: Matthias Lempert
Mit Susann Toni Wagner, Andreas Büttner
79 Minuten

Elisabeth muss sich entscheiden. Als Präsidentin eines demokratischen Staates steht sie vor dem Scherbenhaufen ihrer endenden Amtszeit. Die Mehrheit im Land ist längst verloren und die Welt driftet unaufhaltsam nach rechts. Als sie auf einer Kundgebung angegriffen und gedemütigt wird, bringt Serge, ihr langjähriger Bodyguard, sie in Sicherheit ins Regierungsbüro. An diesem Abend verwickelt sie ihn unerwartet in eine schonungslose Abrechnung. Mit ihm, mit ihrer Politik, mit ihrem Leben. Und beinahe gelingt zwei einsamen Menschen die Flucht. Wäre da nicht das Klingeln des Telefons, das verstörend die Nacht durchbricht.

Szenen einer ungewöhnlichen Beziehung und das Psychogramm vom Aufstieg oder Fall einer Frau, auf deren Schultern ein ganzes Land lastet. Im Film „M-A-C-H-T“ trifft Theater auf Arthouse Kino.

Das Drehbuch zum Film hat seinen Ursprung in einem Theatertext. Als ich mit der Adaption begann, fragte ich mich, wie viel Theater ein Film aushält? Die Behauptung eines Ortes, die eine Bühne nun mal mit sich bringt, fand ich absolut herausfordernd. Wie erkläre ich diesen Ort, der vor einer Kamera plötzlich real wird? In der Geschichte der Kinofilme, die in einem Theater spielen gibt es die unterschiedlichsten Ansätze dafür. Filme wie „Die letzte Metro“ (Truffaut) oder „Birdman“ (Iñarritú) lösen die Bühne aus ihrer Abstraktheit und führen sie in den Realismus zurück als Ort der dort arbeitenden Theaterschaffenden. „Vanya on 42nd street“ (Malle) oder „Venus im Pelz“ (Polanski) versuchen einen Übergang zu schaffen vom realen Probentheater in den abstrakten Raum, in dem sich plötzlich eine neue Geschichte an einem behaupteten Ort entfaltet. Und „Dogville“ (von Trier) wirft die Bühne mit dem aufgemalten Stadtplan und den fragmentarischen Häusern dem Publikum ohne Erklärung vor die Füße. Mein Kameramann Guntram Franke und ich haben uns entschieden, einen neuen Weg zu gehen und das Kinopublikum mitzunehmen, indem wir geschickt die Möglichkeiten des Films mit den Mitteln des Theaters verknüpften. Denn am Ende ist es wohl das Spiel zweier Menschen in der Unausweichlichkeit eines Raumes, das mich am Theater am meisten fasziniert und das wir in unserem Film mit voller Kraft zum Ausdruck bringen wollten.“
(Regisseurin Anne Berrini)