Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Saal ist barrierefrei
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 9,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 8,-- €
-Kinotag: Mittwoch 7,-- €
Keine Karten- nur Barzahlung
Wir zeigen heute,
Sonntag, den 05.02.2023:


11:00 Bundesplatz-Kino:
Fritz Bauers Erbe- Gerechtigkeit verjaehrt nicht

13:30 Bundesplatz-Kino:
Der kleine Nick erzaehlt vom Glueck

15:30 Bundesplatz-Kino:
Close

17:30 Bundesplatz-Kino:
Ennio Morricone - Der Maestro

20:30 Bundesplatz-Kino:
Daniel Richter

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Impressum

Eva-Lichtspiele
Der neue Film von HANS-CHRISTIAN SCHMID - zum Kinostart!

Wir sind dann wohl die Angehoerigen

Spannendes Drama um die Reemtsma-Entführung
 
Dienstag 29.11. um 18.00 Uhr
Letzte Vorstellung!!

Regie: Hans-Christian Schmid
Buch: Hans-Christian Schmid & Michael Gutmann
nach dem Buch von Johann Scheerer
Mit Claude Heinrich, Adina Vetter, Justus von Dohnányi, Hans Löw, Yorck Dippe, Enno Trebs, Fabian Hinrichs
118 min

Eine ungewöhnliche Perspektive wählt Hans-Christian Schmid in seinem Film „Wir sind dann wohl die Angehörigen“ über die Reemtsma-Entführung: Weder der Entführte, noch die Ermittlung der Polizei stehen im Mittelpunkt, sondern die Erfahrungen der Angehörigen, besonders des 13jährigen Sohnes Johann Scheerer. Dessen Erinnerungen sind Ausgangspunkt für ein genau beobachtetes und zum Ende erstaunlich spannendes Familiendrama. (programmkino.de).

Am 25. März 1996 wurde in Hamburg der Erbe der Zigarettendynastie Jan-Philipp Reemtsma entführt. Nach 33 wurde er nach Zahlung eines Lösegelds von 30 Millionen Mark freigelassen, schrieb bald das Buch „Im Keller“ über seinen Leidensweg. Während der Entführung hatte sich die deutschen Medien an die Bitte von Familie und Polizei gehalten, nicht zu berichten, um das Leben Reemtsmas nicht zu gefährden. Nach dessen Freilassung war die Zurückhaltung vorbei, ausgiebig wurden über missglückte Geldübergaben und mögliches Versagen der Polizei geschrieben, ohne das endgültig Klarheit über die Ereignisse erzielt wurde.
Wie es Reemtsmas Frau Ann Kathrin Scheerer und dem gemeinsamen Sohn Johann während und nach der Entführung gegangen ist, wurde dagegen kaum thematisiert. Ganz einfach wird das Leben des damals 13jährigen Johanns nicht gewesen sein, weder vor- noch nachher. Mit dem Abstand von über 20 Jahren schrieb Scheerer 2018 sein Buch „Wir sind dann wohl die Angehörigen“, das nun die Basis für Hans-Christian Schmids Film bildet.
Gleich zu Beginn deutet eine Szene das gespannte Verhältnis des pubertierenden Sohnes mit seinem übermächtig wirkenden, intellektuellen, wohlhabenden Vater an. Latein soll gelernt werden, was für den bildungsbürgerlichen Vater eine Selbstverständlichkeit darstellt, für den Sohn dagegen unnützes Wissen. Im Streit geht man am Abend auseinander, am nächsten Morgen ist der Vater entführt.
Mit den Angehörigenbetreuern Vera (Yorck Dippe) und Nickel (Enno Trebs) ziehen zwei Männer in das Haus der Reemtsmas ein, die zwischen den Stühlen sitzen. Im Laufe der Tage, die mit dem Warten auf Anrufe der Entführer und dem Bangen um das Leben Reemtsmas vergehen, entwickelt sich notgedrungen eine Beziehung zu Johann und seiner Mutter (Adina Vetter). Die aber immer wieder durch polizeiliche Notwendigkeiten durchbrochen wird, den Versuch, den Tätern auf die Spur zu kommen...

Michael Meyns, programmkino.de