Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 9,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 8,-- €
-Kinotag: Mittwoch 7,-- €
keine Kreditkartenzahlung möglich
Wir zeigen heute,
Freitag, den 03.12.2021:


15:30 Bundesplatz-Kino:
Die Unbeugsamen

18:00 Bundesplatz-Kino:
Aprile (1998, OmU)

20:30 Bundesplatz-Kino:
Lieber Thomas

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Impressum

Eva-Lichtspiele
Hommage an HELMA SANDERS-BRAHMS

Die Beruehrte (1981)

In Kooperation mit der Deutschen Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen
 
DIE BERÜHRTE
Sonntag, 28. November 2021, um 15.30 Uhr


BRD 1981
Drehbuch und Regie: Helma Sanders-Brahms
Kamera: Thomas Mauch
Schnitt: Ursula West
Ausstattung, Maske, Kostüme: Helma Sanders-Brahms
mit Elisabeth Stepanek, Jorge Reis, Curt Curtini, Hasan Hasan, Carola Regnier u.a.
108 min

Basierend auf autobiografischen Aufzeichnungen der mit Schizophrenie diagnostizierten Rita G. erzählt der Film von einer jungen Frau, die Schwierigkeiten hat, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Sie verbringt ihr Leben damit, unter Randfiguren der Gesellschaft nach Jesus zu suchen, dessen jeweiliger Inkarnation sie sich hingibt. Ohne Drehbuch gedreht, mit improvisierten Dialogen und abrupten Szenenschlüssen spiegelt "Die Berührte" die Gewaltsamkeit der Lebenswelt der Protagonistin wieder.

Im vergangenen Jahr wäre die Filmemacherin HELMA SANDERS-BRAHMS (1940-2014) 80 Jahre alt geworden. Mit einer Werkschau möchte die Deutsche Kinemathek an das Werk einer der ersten Autorenfilmerinnen der Bundesrepublik Deutschland erinnern.
Helma Sanders-Brahms war sowohl im Spiel- als auch im Dokumentarfilmgenre zuhause, drehte Historisches ebenso wie Gegenwartsthemen. Sie drehte unter die Haut gehende Dramen sowie politische Satiren. Eigenwillige Biografien über Künstlerpersönlichkeiten ziehen sich ebenso durch das Werk wie fiktive Frauenporträts, die wie im Brennglas gesellschaftliche und politische Missstände sichtbar machen. So persönlich motiviert viele ihrer Filme sind, so subjektiv und emotionalisierend der Zugriff, so sind sie doch allesamt genuin politisch. Nicht selten trafen Sanders-Brahms Themen geradezu schmerzhaft den Nerv der Zeit, weshalb ihr Werk immer auch polarisierte.

Neun Spielfilme und ein Dokumentarfilm sind vom 21. November bis zum 12. Dezember 2021 in einer Werkschau in den Kinos Arsenal und Bundesplatz-Kino wiederzuentdecken.