Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 8,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Mittwoch 6,-- €
Wir zeigen heute,
Montag, den 27.01.2020:


15:30 Bundesplatz-Kino:
Alles ausser gewöhnlich

18:00 Bundesplatz-Kino:
Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

20:30 Bundesplatz-Kino:
Porträt einer jungen Frau in Flammen

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Impressum

Eva-Lichtspiele
Heiligabend Special

Le Havre (2011)

 
Dienstag 24. Dezember, Heiligabend, um 21.00 Uhr.

LE HAVRE von ARIS KAURISMÄKI

mit André Wilms, Jean Pierre Darroussin und Kati Outinen

Kein "Weihnachtsfilm" - aber ein Film mit "Märchenhafter Weihnachtsstimmung"

Der frühere Literat und Möchtegern-Künstler Marcel Marx (André Wilms) ist von Paris in die französische Hafenstadt Le Havre gezogen. Sein Traum, eine Karriere als Schriftsteller einzuschlagen, hat er aufgegeben und verdient sich mehr schlecht als recht seinen Lebensunterhalt als Schuhputzer in der Nähe des Bahnhofs. Eines Tages trifft er auf einen Jungen aus Gabun, der illegal nach Frankreich eingereist ist und sich in einem Container versteckt. Er wird von Marcel aufgenommen…

Der sonst so fatalistische Finne feiert im Flüchtlingsdrama „Le Havre“ das Gute, Wahre, Schöne und die Solidarität unter Menschen: Märchenhafte Weihnachtsstimmung, die auf dem Festival in Cannes von Presse und Publikum tosenden Beifall bekam. Die wunderbare Geschichte handelt von einem ehemaligen Künstler, der als Schuhputzer mehr schlecht als recht seinen Lebensunterhalt verdient. Durch Zufall trifft er auf ein Flüchtlingskind aus Afrika, das von der Polizei gesucht wird. Spontan hilft er dem Jungen, versteckt ihn und wird von den Nachbarn tatkräftig unterstützt. Kitschige Gutmenschen-Schmonzette? Beim übercoolen Kaurismäki doch nicht! Selten wird die Leinwand so wunderbar schlicht und ergreifend zum Leuchten gebracht!
programmkino.de

Kritik:
"Le Havre" ist ein menschlicher und wunderbarer Film, in seiner Gesamtheit einfach unwiderstehlich und nicht nur für Fans von Regisseur Aki Kaurismäki ein Muss! Mit großer Zärtlichkeit und leiser Heiterkeit betrachtet der sonst so pessimistische Finne seine melancholischen Figuren, wie sie sich durchbeißen und zusammenhalten, lakonische Dialoge aufsagen, mit altmodischen Autos durch die Gegend kutschieren und sich nicht kleinkriegen lassen. Nach fünf Jahren Leinwandabstinenz lässt Aki Kaurismäki in einer kalten kapitalistischen Welt Solidarität und Subversion blühen, verzaubert mit ungewohnter Leichtigkeit und poetischem Realismus, verbeugt sich vor dem Werk von Jean-Pierre Melville und dem französischen "film noir".
(Margret Köhler auf br-online.de)