Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 8,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Mittwoch 6,-- €
Wir zeigen heute,
Dienstag, den 21.05.2019:


15:30 Bundesplatz-Kino:
Die Wiese

18:00 Bundesplatz-Kino:
Der Flohmarkt von Madame Claire

20:30 Bundesplatz-Kino:
Das Ende der Wahrheit

Durch Anklicken der Filmtitel erhalten Sie detaillierte Beschreibungen zu den Filmen


Impressum

Eva-Lichtspiele
HOMMAGE AN HARRY BAER

Katzelmacher (1969)

 
Am Sonntag, 20. Januar, um 15.30 Uhr.

Eröffnung der Filmreihe

Zu Gast: Michael Töteberg und Harry Baer


BRD 1969
Regie: Rainer Werner Fassbinder
Regie-Assistenz: Michael Fengler
Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder nach seinem Bühnenstück
Kamera: Dietrich Lohmann
Kamera-Assistenz und Licht: Herbert Paetzold
Ausstattung: Rainer Werner Fassbinder
Schnitt: Rainer Werner Fassbinder
Musik: Peer Raben
88 Minuten
Mit Hanna Schygulla, Lilith Ungerer, Elga Sorbas, Doris Mattes, Rainer Werner Fassbinder, Rudolf Waldemar Brem, Hans Hirschmüller, Harry Baer, Irm Hermann

In KATZELMACHER stand Harry Baer zum ersten Mal vor einer Kamera. Im August 1969 in München. Harry Zöttl hieß er damals noch, war fast 22 Jahre alt. Mit dem zwei Jahre älteren Fassbinder war er bereits zuvor über das anti-teater in Kontakt gekommen. In nur 9 Tagen war Fassbinders zweiter Spielfilm abgedreht. Im Nachspann kann Harry Zöttl seinen Namen nicht finden. Fassbinder hatte ihn, ohne zu fragen, umbenannt. "Wieso magst du das nicht? Das ist doch ein ganz schöner Name, ganz toll - Harry Bär! ... ein richtiger Künstlername!", sagt Fassbinder. "Und außerdem spielst du in meinem neuen Film die Hauptrolle ..."

In KATZELMACHER wird eine Gruppe junger herumhängender Vorstadt-Leute gezeigt, ihre Beziehungen und ihr rauhes Verhalten untereinander. Als der Gastarbeiter Jorgos auftaucht, reagieren die Männer aggressiv. Den "Griech" spielt Fassbinder selbst.
Nach drei Kurzfilmen und seinem ersten Langfilm (LIEBE IST KÄLTER ALS DER TOD) kam für Fassbinder mit KATZELMACHER am 8. Oktober 1969 auf der Mannheimer Filmwoche der künstlerische Durchbruch.
"... und es nun ganz offenbar war, daß ein völlig neuer Ton im deutschen Film angeschlagen wurde, und daß hier so etwas wie die von uns sehnlichst erwartete Synthese von Wirklichkeitsbezogenheit, stilistischem Eigenwillen und kinematographischem Bewußtsein zustande kam... Ich gehörte damals ... zur Auswahlkommission von Mannheim, und schon bei der Besichtigung zur Vorauswahl traf uns der Film wie ein Schlag." (Ulrich Gregor, Kino Arsenal, Juni 1992).

Vier Paare von unterschiedlicher Beständigkeit: "Marie (Hanna Schygulla) gehört zu Erich (Hans Hirschmüller), Paul (Rudolf Waldemar Brem) schläft mit Helga (Lilith Ungerer), Peter (Peter Moland) lässt sich von Elisabeth (Irm Hermann) aushalten, Rosy (Elga Sorbas) treibt es für Geld mit Franz (Harry Baer)".

Dieses System eines labilen Gleichgewichts auch wechselnder und zusätzlicher Verhältnisse gerät in Unordnung, als ein Gastarbeiter, Jorgos, (Rainer Werner Fassbinder) ein "Griech? aus Griechenland" eintrifft und bei Elisabeth ein Zimmer mietet. "Instinktive" Abneigung gegen den Fremden und Sexualneid gegenüber dem vermeintlich potenteren Südländer vereinen die ganze Gruppe, aus der nur Marie ausbricht. Sie "geht" mit Jorgos. Die vier Männer schlagen ihn eines Tages zusammen und hoffen: "Jetzt geht er bestimmt." Elisabeth aber will ihn als Mieter, den sie ausbeutet, halten. Helga und Paul wollen heiraten, zuerst, weil sie ein Kind erwartet, dann, obwohl sie einen Abgang hat. Erich geht zur Bundeswehr: "Ist besser als arbeiten." Die Zukunft von Jorgos und Marie bleibt offen.
www.filmportal.de - Nutzung mit freundlicher Genehmigung von Wilhelm Roth.

27.1.: GÖTTER DER PEST (1969)

3.2.: WHITY (1970)

10.2.: PIONIERE IN INGOLSTADT (1970/1971)

17.2.: ADOLF UND MARLENE (1976)

24.2.: ZWEI SUPERTYPEN RÄUMEN AUF (1977)

3.3.: FAUSTRECHT DER FREIHEIT (1974/1975)
Zu Gast: Wieland Speck

10.3.: IM HIMMEL IST DIE HÖLLE LOS (1984)
Zu Gast: Ralph Morgenstern

17.3.: DIE DRITTE GENERATION (1978/1979)
Zu Gast: Juliane Lorenz

24.3.: LUDWIG - REQUIEM FÜR EINEN JUNGFRÄULICHEN KÖNIG (1972)
Zu Gast: Hans Jürgen Syberberg

31.3.: HARDER UND DIE GÖRE (2013)