Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Eintrittspreise:
-Erwachsene 8,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Mittwoch 6,-- €
Wir zeigen heute,
Sonntag, den 18.11.2018:


11:00 Bundesplatz-Kino:
Aischa, der Tanz und wir

11:00 Bundesplatz-Kino:
Aischa, der Tanz und wir

13:30 Bundesplatz-Kino:
Pettersson und Findus - Findus zieht um

15:30 Bundesplatz-Kino:
Der Duft des Westpakets

18:00 Bundesplatz-Kino:
Gundermann

20:30 Bundesplatz-Kino:
LORO - Die Verfuehrten

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Impressum

Eva-Lichtspiele
Ein wunderschöner Sommerfilm!

Call me by your name

Drehbuch: James Ivory (Zimmer mit Aussicht, Maurice)
 
Wenn Sie ihn bislang verpasst haben sollten... - hier ist die Gelegenheit!

Freitag 22.6.: in OmU um 20.30 Uhr.
Sonntag 24.6.: (deutsch) um 20.30 Uhr.


Bei den Kritik-Auswertern „MetaCritic“ und „Rotten Tomatoes“ bekam diese Lovestory die Traumquote von superlativen 98 Prozent Lob (Stand Ende September 2017). In Sundance tobte das Publikum, auf der Berlinale hingegen hat die Teddy-Jury das Werk verpennt. Peinlich, peinlich, sind die Klassiker-Qualitäten doch augenfällig. Da wäre die radikal romantische Liebesgeschichte zwischen einem 17-jährigen, ungestümen Schöngeist und einem 24-jährigen US-Sonnyboy im sommerlichen Bella Italia der frühen 80er Jahre. Ein bewegendes Vater-Sohn-Gespräch, wie es großartiger im Kino wohl noch nicht zu sehen war. Last not least verliert auch der Pfirsich hier auf immer seine Unschuld. Sinnliches Gefühlskino, wie es eben nur die Italiener mit solch raffinierter Grandezza beherrschen. Der Oscar-Call dürfte da gleich mehrfach erfolgen.

CALL ME BY YOUR NAME hatte vier Oscar-Nominierungen bekommen: als Bester Film, Bester Hauptdarsteller (der hinreißend spielende Jungdarsteller Timothée Chalamet), Bester Filmsong und Bestes Adaptiertes Drehbuch. JAMES IVORY hat dann den Oscar für das Drehbuch gewonnen.

Webseite: www.callmebyyourname.de

Italien, Frankreich 2017
Regie: Luca Guadagnino
Drehbuch: James Ivory
Darsteller: Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg, Amira Casar, Esther Garrel u.a.
132 Minuten

Gedreht im norditalienischen Crema und Umgebung.

Als echter Italiener weiß Guadagnino natürlich bestens, wie er seine Heimat am schönsten in Szene setzt. Sonnendurchflutete Landschaften. Paradiesisch anmutende Gärten. Idyllische Flüsse und Küsten. Pittoreske Dörfer mit palavernden Bewohnern. In der vornehmen Villa von Emilios vermögenden Eltern lässt sich zudem sehr entspannt über Gott und die Welt und die letzten Probleme der Menschheit philosophieren. Ähnlich entschleunigt wie die Einheimischen, geht auch der Regisseur vor. Wenn die Jungs bei ihrer Radtour eine Bäuerin um Wasser bitten, warten auch die Zuschauer gefälligst mit, bis die Alte wieder aus der Küche zurückkommt. Ebenfalls ganz ohne Hektik verläuft die Bergtour des Duos. Drei Versionen hatte er im Schneideraum, erzählt der Regisseur. Eine schnelle, wie fürs Fernsehen. Eine mittlere à la konventionelles Kino. Sowie schließlich jene dritte, die er verwendet habe. Bemerkenswert dabei, dass solcher Mut zur Länge nicht zur Langatmigkeit gerät. Vielmehr erlaubt er den Figuren genügend Zeit zur Entfaltung. Die brauchen sie tatsächlich dringend, schließlich stecken sie voller Widersprüche und Unsicherheiten.

Minimalistischer fallen die Interaktionen zwischen den Figuren aus. Da genügen kurze Blicke und kleine Gesten statt vieler Worte. Bisweilen fühlt man sich fast wie in einem Stummfilm. Wenn schon Dialoge, dann aber richtig: Ob augenzwinkernd als endloser Wortschwall über Politik beim Abendbrot, wie er italienischer kaum ausfallen kann. Oder sehr berührend, als intimes Vater-Sohn-Gespräch über Sex, Liebe und das Leben - wie es großartiger im Kino wohl noch nicht zu sehen war. Michael Stuhlbarg erweist sich dabei einmal mehr als Darsteller der Extraklasse.

Dieter Oßwald, programmkino.de

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