Bundesplatz-Kino

Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Saal ist barrierefrei
Wir zeigen heute,
Mittwoch, den 11.03.2026:


15:15 Bundesplatz-Kino:
Arrow Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

18:00 Bundesplatz-Kino:
Arrow Gelbe Briefe

20:30 Bundesplatz-Kino:
Arrow Father Mother Sister Brother

Eintrittspreise

Wir empfehlen auch den Besuch unserer Nachbarkinos:
Pfeil Cosima Filmtheater
Pfeil Eva Lichtspiele
Im Bundesplatz-Kino

Kinoleben - Über das Tübinger Arsenal und andere Programmkinos

Sonntag, 15.03. um 20:30 Uhr

102 min
Sonntag 15.03.



Deutschland 2023-25/ 102 Minuten
Dokumentarfilm
Regie: Goggo Gensch
Kamera: Christoph Pustlauk, Cassie Hamilton, Dorian Ostermann, Eva Gensch, Dirk Schwarz, Christopher Krehahn, Heiko Bokern
Schnitt und Musik: Tim Löschmann
Mit Elmar Bux, Knut Elstermann, Peter Erasmus, Simon Erasmus, Lars Henrik Gass, Aelrun Goette, Felix Grassmann, Jan Heck, Andrej Kelberer, Klaus Kupke, Susanne Marschall, Susanne Mayer-Hagmann, Stefan von Moers, Petra Kleemann, Michael Koelmel, Boris Palmer, Stefan Paul, Bernhard Pörksen, Sara Risher, Anja Salomonowitz, Thorsten Schaumann, Carsten Schuffert, Verena Stackelberg, Annuka Stratmann, Ulrich Tukur, Hasan Ugur, John Waters, Christiane von Wahlert, Thorsten Weckherlin, Norbert Wehrstedt, Wim Wenders

Anfang der 1970er-Jahre – Aufbruchstimmung allenthalben. Die Studentenbewegung, die Generation der 68er, hat gesellschaftliche Tabus gebrochen, Freiräume geschaffen, einen Diskurs über Politik und Kultur angestoßen. Auch die Film- und Kinolandschaft der Bundesrepublik gerät in Bewegung. In Berlin, in Hamburg, in Stuttgart, in kleinen und großen Städten. Filmclubs gründen sich, Programmkinos entstehen. Lebendig, vielfältig, Filme präsentierend, die in den überkommenen Kinostrukturen keinen Platz gefunden hätten und haben. In Tübingen eröffnet Stefan Paul 1974 das Kino ‚Arsenal‘, das heute als ältestes Programmkino in Baden-Württemberg gilt. Doch die Anfänge sind voller Hindernisse. Die neuen Kinomacher brauchen einen langen Atem. Und haben ihn. Der Regisseur Goggo Gensch trifft Stefan Paul. Und gemeinsam unternehmen sie eine Reise zu den Leinwänden, die zunächst die westdeutsche – und heute gesamtdeutsche – Kinolandschaft prägten und prägen. Zum ‚Abaton‘ in Hamburg, zum ‚Delphi‘ und ‚Atelier am Bollwerk‘ bis zum ‚Kino Wolf‘ in Berlin-Neukölln. Paul und seine Weggefährt:innnen erzählen farbig von den Anfängen in den 1970er-Jahren, reflektieren kritisch und nüchtern die heutige Situation in einer Zeit der Medien-Umbrüche und Brüche. Goggo Gensch dokumentiert – wohl sachlich, doch erkennbar zugewandt, weil selbst ein Cineast durch und durch – diese Gespräche. Und mehr noch: John Waters und Wim Wenders steuern persönliche Erinnerungen bei, Regisseur:innen wie Aelrun Goette, Autor:innen wie Lars Henrik Gass oder Susanne Marschall erörtern, was alles notwendig ist, damit Programmkinos eine Zukunft haben. Der Film KINOLEBEN ist eine stille Elegie und zugleich ein vitales Bekenntnis und eine temperamentvolle Inspiration – für das Über-Leben der Programmkinos. (Wolfgang Jacobsen)